Astrofotografie von Günter Kerschhuber
Montainer 07

Eine Alternative zur Kuppel oder Schiebedachhütte?

Voraussetzungen
  • Da ich an meinem Wohnort zu sehr von Lichtverschmutzung betroffen bin, bin ich gezwungen wegzufahren.

  • Als Mitglied des AAS Gahberg hatte ich die Möglichkeit erhalten folgende Idee in die Realität umzusetzen.

  • Der Standort befindet sich auf 860m Höhe im Voralpengebiet. Für den Schutzbau muss berücksichtigt werden das Sturm, Schneeverwehungen Regen und Gewitter sind bedeutend heftiger sind als im Flachland.

  • Wer das Glück hat einen passenden Garten und dunklen Himmel zu haben kann dieses Konzept natürlich auch zuhause verwirklichen.
Die Idee

Über kurz oder lang entsteht bei jedem Astrofotograf der Wunsch

  • seine Ausrüstung nicht immer vollständig
    transportieren, auf- und abbauen zu müssen.

Nach der mobilen Fase

  • folgt eine fest aufgestellten Säule
  • die eigene Schiebedachhütte oder Kuppel
Als Vorbild für meine Konstruktion hat mir der von Peter Großpointner gebaute Schutzbau für die vereinseigene Montierung Alt AD6 der Sternwarte Gahberg gedient. Das Konzept hat sich seit Jahren bewährt.
Zielssetzung
  • Die Montierung (Gemini 42) und Gewichte soll dauerhaft installiert bleiben, Gewichtschleppen und Einnorden entfällt.
  • Bei Schönwetterfasen soll das voll aufgebaute System für die nächste Nacht erhalten bleiben können.
    -
    Eine enorme Erleichterung für langbelichtete Aufnahmen die Kamera
    -Guiderposition muss nicht neu eingestellt werden.
  • Ausgelegt für "noch transportable" Optik.
    Newton bis 10, C11, 5" Refraktor
  • ein Ablageplatz für Zubehör Laptop, Handsteuerbox
  • über Netzwerk und Remotebetrieb soll der Rechner am Teleskop überwacht werden.
Zielssetzung
  • Wer wie in meinem Fall überwiegend Astrofotografie betreibt stellt sich auch die Komfortfrage.
  • Nachdem das Teleskop versorgt ist stellt sich die Frage wo ist der Platz des Beobachter?
  • -In meinem Fall das Sternwartengebäude am Gahberg
  • Während der langen Belichtungszeiten ist es sehr angenehm sich aufwärmen zu können oder noch besser Bildanalyse und Bearbeitung usw. machen zu können.
  • Über eine Remotedesktopverbindung kann der "Teleskoprechner" bedient werden
Konstruktion
  • Die Abmessungen sind abgeleitet von einer Gemini G42
    auf einer 102cm hohen Säule.
    1350x350mm Raum für Optik (in Parkposition)
  • Der Unterteil ist starr ausgeführt und fest am Fundament verankert.
  • Der Oberteil besteht aus einer Türe im Norden die zur Ablage wird und
  • einem Oberteil der nach süden geklappt wird
Materialien
  • Der Rahmen besteht aus 45mm Rexrothprofilen für den Unterteil und 30mm Profilen für Türe und Oberteil
  • Die Außenhülle besteht aus 0.5mm Alublech Pulverbeschichtet
  • Die Isolierung aus 30mm Styrofoam

Belüftung durch Kiemenbleche auf West- und Ostseite

Zylinderschloss

Isolierung um ein Beschlagen auf der Innenseite zu verhindern
Bleche mit Sikaflex veklebt und am Rahmen vernietet

Scharniere und Dichtung

Verankerung

Praxisbetrieb
Praxisbetrieb
Adapterplatte
  • ausbalancieren in beiden Achsen
  • werkzeugloses wechseln der Optik
Adapterplatte
Astrofotografie von Günter Kerschhuber
Danke für eure Aufmerksamkeit
Workshop Gahberg 2008