Cederblad 59, Lbn 878 in Orion
full resolution 2184 x 1472 Pixel
Field 53' x 35'
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Date:20110105/0108/0122/0206
Location:AAS Gahberg
ASA N10 @950mm St10xme CFW10 for Luminance
4" Apo Televue NP101@540mm SXVH9 CFW10 for RGB
Simultaneous on Gemini G42 Mount
Filter:ASA L Baader, Televue RGB Astrodon
Comments:Maxim, Astroart, PSP CS2, Fits Liberator B-V Regim
L
64
x 300 s 320 m 5,3 h
R
33
x 290 s 159,5 m 2,7 h
G
28
x 290 s 135,3 m 2,3 h
B
25
x 290 s 120,8 m 2 h
total 150 frames 12 h
Aus Astrobild der Woche:

Vermutlich werden die meisten Leser den 7° großen runden Nebel Sh2-264 um den Stern Lambda Orionis kennen (RA = 05 h 35 min und DEK = +10°). Im östlichen Innenbereich dieser schwachen, rot leuchtenden H II-Region liegt ein interessantes Feld, welches offenbar wenig bekannt ist. Das aktuelle AdW zeigt diesen Bereich, wo wir in der Bildmitte den Stern BD+09 5427 finden, der auch als G3-Überriese FU Orionis bekannt ist. Mit einer scheinbaren Helligkeit um 10 mag ist dieser Veränderliche in den gelblichen Reflexionsnebel GN 05.42.6 (= Cederblad 59) eingebettet. Im Jahre 1946 hatte S. Cederblad seine Publikation heller galaktischer Nebel im Astrophysical Journal veröffentlicht. S. van den Bergh,

der ja ebenfalls viele galaktische Reflexionsnebel katalogisierte, ging auf Ced 59 nicht ein.

Die Szenerie zeigt eine ausgedehnte Molekülwolke, die im Inneren die Dunkelwolke Barnard 35 beherbergt. Der westliche helle Rand („bright rim“) ist das rot leuchtende Emissionsgebiet LBN 878 aus dem Katalog heller Nebel von Beverly T. Lynds. Wer sorgt dafür, dass dieser „bright rim“ zur Emission angeregt wird? Es ist zunächst einmal weit außerhalb des Bildes der schon oben genannte junge, heiße Stern Lambda Orionis, ein 3,39 mag heller O8-Stern vom Farbindex -0,18 mag (blau). Dazu kommt noch der 4,41 mag helle, blaue B0-Stern 37 Orionis, der einen Farbindex von -0,16 mag hat und ebenfalls noch genügend Ionisationsenergie liefert.

Die Aufnahme entstand zwischen dem 05.01. - 06.02.2011 an der Sternwarte Gahberg. Mit einem Teleskop ASA N10“ und einer SBIG ST-10XME wurden bei 950 mm Brennweite Luminanzbilder von insgesamt 320 min Belichtungszeit erzeugt, während ein 4-zölliger Apochromat Televue NP101 bei 540 mm Brennweite zusammen mit einer Starlight SXV-H9 für die RGB-Bilder verwendet wurde (Belichtung 160/135/120 min). Der Bildautor Günter Kerschhuber meint: „Sehr lichtschwach und absolut nicht für ungeduldige Astrofotografen geeignet. Vier Nächte waren notwendig, um ausreichend Daten zu sammeln.“ Es hat sich gelohnt, wirklich!

RA = 05 h 45 min 22 s, DEK = +09° 04´ 12´´